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Der Porsche Panamera im Abgasskandal

Alle Diesel Modelle von Porsche sind vom Abgasskandal betroffen. Der Cayenne, der Macan und auch der Porsche Panamera. Für letzteren hat das KBA einen Rückrufbescheid ausgestellt. Dieser betrifft den Porsche Panamera 4.0 Liter mit der Abgasnorm Euro 6, der zwischen 2016 und 2017 hergestellt wurde.

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Christian Rugen
Christian Rugen

Rechtsanwalt Christian Rugen ist Partner von HAHN Rechtsanwälte. Der Hamburger hat zahlreiche Grundsatzentscheidungen zu Gunsten von geschädigten Verbrauchern und Bankkunden erkämpft.

Der Rückruf für den Porsche Panamera Diesel

Bereits im Sommer 2018 berichtete der Spiegel über einen bevorstehenden Rückruf für den Porsche Panamera. Seit Anfang 2019 berichtet Porsche dann selber auf seiner Diesel Informationsseite, dass es einen Rückrufbescheid des Kraftfahrt-Bundesamtes für den Porsche Panamera 4.0 Liter mit der Schadstoffklasse 6 erhalten hat. Das dazugehörige Software-Update wurde inzwischen bereits entwickelt und durch das KBA freigegeben. In der Rückrufdatenbank des KBA findet sich der Panamera Rückruf unter dem Datum des 19.11.2019 und dem Rückrufcode AKB0. Betroffen sind in Deutschland etwa 1.000 Fahrzeuge, weltweit über 3.000. Die relativ geringe Zahl liegt auch an der kurzen Produktionszeit dieses Modells, die nur von 2016 bis 2017 lief.

Wenn man bedenkt, dass das KBA eine unzulässige Abschalteinrichtung ausgemacht hat und der Porsche deshalb zurückgerufen wurde, liest sich die Begründung etwas seltsam. Denn demnach sei das Problem eine Konformitätsabweichung bezüglich AES/BES-Dokumentation und eine nicht hinreichende Langzeitemissionsstabilität. Wobei mit AES die auxiliary emission strategy und mit BES die base emission strategy gemeint sind – also unterschiedliche Vorgehen zum Abgasverhalten. Das Bundesverkehrsministerium drückte sich anders aus. Man habe eine unzulässige Manipulation am Abgasreinigungssystem entdeckt, die zu einem erhöhten Ausstoß von Stickoxiden führt.

Porsche Diesel fallen durch zu hohe Stickoxidemissionen auf

Verschiedene Tests haben gezeigt, dass Porsche-Modelle mit besonders schlechten Abgaswerten auffallen. So gilt der Porsche Cayenne 4.2 Liter als dreckigster Diesel überhaupt. Auch dieser ist inzwischen zurückgerufen worden. Auch der Porsche Panamera ist bei Tests auf der Straße negativ aufgefallen. So testete die DUH einen Porsche Panamera mit der Abgasnorm Euro 5 – für die ein Grenzwert von 180 Milligramm Stickoxid pro Kilometer gilt. Über zehn Fahrten wurde dagegen ein Durchschnittswert von 1.500 Milligramm ermittelt – das Achtfache des erlaubten Wertes. Es liegt nahe, dass auch dieser schlechte Wert auf der Straße auf die Verwendung einer Abschalteinrichtung auf dem Prüfstand hinweist.

So helfen wir im Porsche Panamera Dieselskandal

HAHN Rechtsanwälte gehört zu den erfolgreichsten Kanzleien im Porsche Abgasskandal. So konnten wir schon zahlreiche verbraucherfreundliche Urteile bezüglich manipulierter Porsche Cayenne und Porsche Macan Diesel erreichen. Bei Verurteilungen nach § 826 BGB geben betroffenen Porsche-Kunden das Auto zurück und erhalten im Gegenzug den Kaufpreis erstattet. Unter Umständen müssen sie sich eine Nutzungsentschädigung für die bereits gefahrenen Kilometer anrechnen lassen.

Seit einem EuGH-Urteil aus dem März 2023 und einer Bestätigung durch den BGH vom 26.06.2023 ist zudem eine Verurteilung nach § 823 BGB möglich - aufgrund von fahrlässiger Handlung, ganz ohne den Nachweis einer vorsätzlichen sittenwidrigen Schädigung erbringen zu müssen. Laut BGH können entsprechend betroffene Käufer bis zu 15% des Kaufpreises erstattet bekommen. Das Fahrzeug wird dabei behalten.

Wir bieten Ihnen eine unverbindliche und kostenlose Erstberatung an. Dabei prüfen wir, inwiefern Ihr Porsche vom Diesel-Abgasskandal betroffen ist und welche juristischen Möglichkeiten Sie haben.